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Caritasverband Hochrhein e.V.

Verabschiedungsfeier für Schwester Armina

Am Sonntag, 02. August 2020 haben wir „unsere“ Schwester Armina verabschiedet. Da sie die letzte Ordensschwester der Gengenbacher Franziskanerinnen hier in Gurtweil war, wurde damit gleichzeitig der Gurtweiler Konvent nach fast 124 Jahren geschlossen!

Schwester Armina

Schwester Armina

Die Verabschiedung begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst und den wenigen „corona-erlaubten“ geladenen Gästen. Im Abschiedsgottesdienst wandte sich Pater Bernhard an Schwester Armina: „Sie haben ganz konkret die Liebe Gottes weitergegeben, Sie haben von dem weitergegeben, was Ihnen geschenkt wurde.“

Schwester Armina

Schwester Armina

Beim anschließenden Stehempfang betonte Manfred Schrenk, dass sich mit der Schließung des Konvents nicht nur für das Wohnheim „St. Elisabeth“ etwas ändert, sondern auch für den Ort Gurtweil, aber vor allem für Schwester Armina selbst, die nach 23-jährigem Mitwirken im Bereich der Behindertenhilfe nun ins Mutterhaus der Franziskanerinnen nach Gengenbach wechselt.

Schwester Armina

Die Generaloberin aus Gengenbach, Schwester M. Michaela Bertsch, skizzierte in ihrem Grußwort die „Erfolgsgeschichte“ der insgesamt 172 Ordensschwestern im Gurtweiler Schloss: Im Auftrag des erzbischöflichen Ordinariats waren die Franziskanerinnen von 1897 bis 1980 in der Mädchensozialarbeit und ab 1980 in der Behindertenhilfe tätig.

Zu Schwester Armina sagte sie: „Sie waren der gute Geist im Haus.“ Und mit Blick auf die Zeit der großen Veränderungen in der Kirche und in den Ordensgemeinschaften sagte die Ordensfrau: „Es schmerzt uns, ganz von hier weg zu gehen. Wir waren gerne hier, aber jetzt können wir nicht mehr weitermachen. Anders wird das Leben hier im Haus in Gurtweil ohne Schwester Armina weitergehen. Der Wirbelwind wird fehlen.“

Schwester Armina

Dankbar blickte sie zurück auf die fast 124 Jahre Sein und Wirken in Gurtweil. Insbesondere bedankte sie sich bei Manfred Schrenk, Hans Schrenk und Felicitas Greiner für die gute Begleitung von Schwester Armina. Mit den Worten „Für die Zukunft wünsche ich uns allen Gottes Segen, Gott möge seine schützende Hand über das gute Werk halten und Gottes Engel mögen Sie geleiten“ schloss sie ihr Grußwort und überreichte Manfred Schrenk und Felicitas Greiner jeweils einen symbolischen Glasengel.

Schwester Armina

Aus der Perspektive des Ortes Gurtweil hatte der ehemalige Ortsvorsteher Alfred Scheuble in seinem Grußwort einige Verbindungen zwischen der Dorfgemeinschaft und dem damaligen Mädchenheim aufgezeigt. Er wusste etliche Anekdoten aus seiner Kindheit und Jugend in Gurtweil mit „den Mädchen aus dem Gurtweiler Schloss“ zum Besten zu geben und hätte sicherlich noch einiges mehr erzählen können… Über die vielen Aufgaben im Gurtweiler Schloss hinaus wirkten einige Franziskanerinnen über Jahrzehnte hinweg auch im Dorf Gurtweil mit: ob als Lehrschwestern, als Krankenschwestern oder als Kindergartenschwestern. Sie leisteten somit auch für die Dorfgemeinschaft einen wertvollen Dienst.

Für ihre umfangreiche Arbeit im Gurtweiler Schloss dankte Manfred Schrenk Schwester Armina in seinen Abschiedsworten und hob ihre „unglaubliche Energie“ als „Hans Dampf in allen Gassen“ hervor. Er würdigte auch ihre Bescheidenheit und sagte ganz am Ende: „Wir werden Sie sehr vermissen.“

Schwester Armina

Schwester Armina

Als Erinnerung an ihre 23 Jahre in Gurtweil erhielt Schwester Amina ein Fotobuch, in das sie sicherlich immer wieder hineinschauen wird…

Corinna Baumgartner
Projektmanagement

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